Infografiken
Die Geschichte der TFA
Wenn synthetische Kältemittel austreten, werden sie durch UV-Strahlung zu Trifluoressigsäure (TFA) abgebaut: einem PFAS, das nicht abgebaut wird.
Diese Infografiken verfolgen den Weg von TFA von seinem Ursprung bis zu seinem Ziel und zeigen, dass es bereits einen Ausweg gibt. Alle Grafiken können kostenlos heruntergeladen und weitergegeben werden.
01
Woher TFA stammt
Fluorierte Produkte setzen während ihrer gesamten Lebensdauer TFA frei: von der Herstellung fluorierter Polymere über die Produktion und Nutzung der Produkte bis hin zur Abfallentsorgung.
In jeder Phase gelangt es in die Luft, den Boden und das Wasser und erreicht Arbeitnehmer, Verbraucher und die Umwelt im weiteren Sinne.

02
TFA ist ein PFAS
Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) sind als „ewige Chemikalien“ bekannt: Sie werden in der Umwelt nicht auf natürliche Weise abgebaut und stehen im Verdacht, zahlreiche Gesundheitsprobleme zu verursachen.
TFA ist eine persistente PFAS-Verbindung. Es handelt sich um das kurzkettige Pendant zu PFOA: zwei Kohlenstoffatome anstelle von acht, mit derselben fluorierten Struktur.

03
Es befindet sich in unserem Grundwasser
TFA ist schwer abbaubar und reichert sich in Gewässern an, wodurch aquatische Ökosysteme und die Trinkwasserversorgung der Menschen gefährdet werden.
Das Grundwasser der Schweiz zeigt, wie weit es sich bereits ausgebreitet hat.

04
Es steckt in den Blättern und im Wein
TFA verbleibt nicht im Wasser. Blattproben zeigen, dass die Konzentrationen Jahr für Jahr ansteigen, parallel zu den modellierten TFA-Werten aus HFO-1234yf-Emissionen.
Auch beim Wein lässt sich dasselbe beobachten: Ältere Jahrgänge enthalten wenig oder gar keine TFA, neuere hingegen weitaus mehr – dies gilt auch für Bio-Wein.


05
Was PFAS für die Gesundheit bedeuten
PFAS werden mit zahlreichen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht. Die Abbildung veranschaulicht die berichteten Auswirkungen einer PFAS-Exposition auf den Körper und unterscheidet dabei zwischen Zusammenhängen, die mit hoher Sicherheit festgestellt wurden, und solchen, bei denen die Sicherheit geringer ist.

06
Die Quelle und das Gesetz
Dem EU-Vorschlag zur Beschränkung von PFAS zufolge stellen synthetische Kältemittel die größte und am schnellsten wachsende Quelle für PFAS in Europa dar.
In der Tabelle zu den Tonnagen und Emissionen des Jahres 2020 ist die Verwendung fluorierter Gase der einzige Anwendungsbereich, der hinsichtlich seines Anteils an den Gesamtemissionen im obersten Bereich liegt.

07
Diese Umstellung ist möglich
PFAS-freie Lösungen sind bereits verfügbar und haben sich als wirksam erwiesen. Natürliche Kältemittel wie CO₂, Ammoniak und Kohlenwasserstoffe machen PFAS überflüssig und tragen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen bei.
Das gab es bereits: In den 1990er Jahren stellten deutsche Hersteller innerhalb weniger Jahre von R12 über R134a auf das Kohlenwasserstoff-Kältemittel R600a um.

Alle Infografiken
Jedes Bild befindet sich auf einer eigenen Seite und kann in voller Größe angezeigt sowie geteilt werden.

TFA in der Schweiz – Grundwasser

Die Umstellung auf natürliche Kältemittel ist möglich

TFA-Schwerpunkt „Biowein und konventioneller Wein“

Der Lebenszyklus fluorierter Produkte

Synthetische Kältemittel, bekannt als HFOs, sind eine Hauptquelle für PFAS

TFA und PFOA gehören zur selben PFAS-„Familie“

TFA-Konzentration in Blattproben

Gesundheitsrisiken durch PFAS